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Interessante Reportage Teil 49…

25. März 2014

Die Doku “An hour to save your live” zeigt wie wichtig eine schnelle und gute Versorgung von Verletzten ist. Manche von euch werden die Protagonisten aus anderen Dokus der BBC kennen.

Interessante Reportage Teil 48…

5. März 2014

Heute gibts mal eine Reportage von ZDF Info über die Feuerwehr Hamburg.

 

Ansonsten möchte ich euch gerne Kiki vorstellen. Sie studiert seit kurzem Medizin und bloggt drüber.

EndlichMedizin

 

dunkles Loch…

24. Februar 2014

WICHTIG!!

Dieser Artikel ist nichts für zarte Gemüter!

Blut läuft mir in meinem Handschuh. Bis auf ein paar Scheinwerfer, die um uns gerade aufgebaut werden, ist es dunkel. Schweiß tropft von meiner Stirn auf die Darmschlingen meines Patienten. Mit meinen Händen versuche ich das Becken zusammenzudrücken, um die irgendwo blutende Arterie wenigstens etwas zu stoppen.

In einiger Entfernung höre ich trotz des Lärms Würgegeräusche. Worauf ich hier blicke, möchte ich eigentlich nicht sehen. Vor 40 Minuten war alles noch in Ordnung, ich saß bei sommerlichen Temperaturen auf der Wache und hatte meinen Kaffee in der Hand. Die anderen waren alle ausgeflogen, nur Henning, mein Schüler im ersten Jahr und Beat, unser Praktikant, sitzen hier noch herum. Dann bimmelt der Melder und auf unserem iPad blinkt unsere Einsatzmeldung: “Person unter Zug in Thalburg”.

Ich hasse Bahnleichen, schießt es mir durch den Kopf. Vor etwa 12 Jahren hatte ich meinen erste, und das sollte doch auch bitte meine letzte gewesen sein. Mein Magen zieht sich zusammen. Ich denke, ich möchte da nicht hin und wenn dann soll dieser Mensch doch bitte tot sein, oder am allerbesten er hat keinen Kratzer abbekommen.

Es hilft alles nichts, Henning setzt sich schon Richtung Ambulanz in Bewegung und Beat möchte ihm es gleichtun. Ich halte ihn am Arm fest und sage: “Beat, das ist nichts für dich, du bleibst hier”. Er schaut verständnislos, aber für Erklärungen bleibt jetzt keine Zeit.

Während der Fahrt sprechen wir nur das Nötigste: was nehmen wir mit, welche Position macht was und so weiter. Ich weiß, dass ich mich auf Henning verlassen kann. Am Bahnhof werden wir von der Feuerwehr erwartet und ich suche mit den Augen die Gleise ab. Nirgends ist etwas zu sehen und ich hoffe gerade, dass alles nur ein böser Scherz gewesen ist. Aber unser Einweiser drängt uns zur Eile, wir sollen so schnell wie möglich in den Lösch- und Rettungszug einsteigen, damit wir zum Unfallort gelangen können. Da unser Notarzt noch nicht da ist, verzögert sich unsere Abfahrt.

Als wir auf Falco zulaufen, schaut er uns aus leeren Augen an, sein Kopf liegt überstreckt auf einer Trage neben den Gleisen. Fast friedlich könnte man meinen, wenn man aus einiger Entfernung schaut. Als wir näher kommen, trügt dieses Bild. Bis zum Bauchnabel ist eigentlich alles heil, aber darunter… da sind 300 Tonnen Zug drüber gefahren. Alles ist Brei, die Bauchdecke aufgeplatzt, die ganze Trage ist mit Blut durchtränkt.

In mir möchte alles gehen und irgendwo anders sein. Doch ich funktioniere wie ein Uhrwerk. Ich übernehme das Becken, das ich wie eine Ziehharmonika zusammen drücken kann. Mit einfachen Hilfsmitteln, mit einem Laken und meinen Händen, versuche ich es zusammenzuhalten. Mir läuft das Blut in die Handschuhe, ich sehe auf Oberschenkelknochen, die auf beiden Seiten aus der Haut ragen. Die Unterschenkel hängen noch an kleinen Hautfetzen am restlichem Körper. Mehrmals muss ich meinen Kopf wegdrehen, um nicht zu kotzen.

Dann hört Falcos Herz auf einmal auf zu schlagen. Doch wir gewinnen den Kampf für diesen Augenblick. Als wir ihn in den Rettungszug einladen, fließt das Blut in kleinen Rinnsalen von der Trage. Kaum sind wir drinnen, hört sein Herz wieder auf zu schlagen. Wir haben jetzt schon die 5. Infusion angehängt. Doch auch nun schaffen wir es, sein Herz wieder zum schlagen zu bringen.

Draußen wartet schon der Heli der REGA, der unseren Patienten eigentlich fliegen sollte. Aber dafür ist Falco zu instabil. Wir laden ihn in unsere Ambulanz und die Besatzung des Helis steigt mit ein, denn wir brauchen jede Hand. Der Doc vom Heli steckt seine Hand in Falcos Bauchraum und schafft es, die spritzende Arterie einigermaßen zum Stillstand zu bringen. Henning versorgt die Oberschenkel, indem er mit großen Blutdruckmanschetten auch dort die Blutungen zum Stillstand bringt. Vom nächsten Spital bekommen wir Blutkonserven durch die Polizei gebracht. Nach 35 Minuten Fahrt erreichen wir das Unispital. Der Schockraum steht schon bereit, wir rollen hinein und keine 10 Minuten liegt er schon im OP.

Erst jetzt bleibt uns Zeit zum Luftholen. Wir sind von oben bis unten mit Blut, Staub und Schweiß verdreckt. „Wird er es schaffen!?“, fragt Henning. Unser Notarzt und auch ich schütteln unseren Kopf. Es ist schon ein Wunder, dass er lebend das Spital erreicht hat. Wir bleiben lange draußen sitzen und reden uns das Erlebte von der Seele, denn keiner von uns hatte bisher so einen schweren Einsatz. Irgendwann kommt eine Schwester vorbei und erzählt uns, dass es Falco nicht geschafft hat.

Die nächsten 3 Tage schlafe ich schlecht.

Interessante Reportage Teil 47…

27. Januar 2014

Das Team vom Schweizer TV Sender 3+ begleitet die Kollegen von der Air Glaciers.

Air Glaciers

Und dann gibts noch zwei neue Blogs.

Narkosearzt

Hegestufe 2

Frohes Neues…

17. Januar 2014

Da bin ich wieder. Ihr kennt das ja, wenn man Urlaub hat, vergeht die Zeit viel zu schnell. Heute möchte ich euch 2 Blogs empfehlen, die ich vor kurzem gefunden habe. Zweitens möchte ich euch Leser aufrufen, mir interessante Medizin/Feuerwehr/Blaulichtblogs zu schicken, die auf meinen Blogroll sollen.

Dr FreakOut

Pflegenot

Urlaub…

17. Dezember 2013

Hallo ihr Lieben,

in 1 Woche ist Weihnachten und der kleine Paul hat in ein paar Tagen Urlaub. Da ich mit meiner Familie und Freundin ganz in Ruhe Weihnachten und Silvester feiern möchte, wird in den nächsten 4 Wochen hier nichts passieren.

Nächstes Jahr steht für mich eine sehr wichtige Prüfung an und deswegen wird es wohl noch ein bisschen ruhiger hier werden.

Ich wünsche euch allen da draussen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Für alle die an diesen Tagen arbeiten müssen, gilt, passt alle schön auf euch auf.

 

Euer

 

Paul

Adventskalender…

3. Dezember 2013

 

Am 18.11 trudelte eine Mail von Tante Jay in meinem Postfach ein. Es ging um Chaoskatze, die einigen meiner Leser durch ihren Link auf meinem Blogroll bekannt sein dürfte.
Katze ist an einem Hirntumor erkrankt und das Fiese an diesem Ding ist, es kommt immer wieder. Bei der letzten OP hat sie einen schweren Schlaganfall erlitten und konnte danach weder reden noch schreiben.
Mir ist damals, als sie ihren Post nach der OP geschrieben hatte, fast das Herz stehen geblieben und ich dachte mir, mach was Paul, tue ihr irgendwas Gutes, damit es ihr wieder besser geht. Leider ist es erst mal nur bei dem Wunsch geblieben.
Dann kam die Mail von Tante Jay, die auch mit anderen schon auf ihren Post aufmerksam geworden war. Dort hatte Katze geschrieben, dass sie noch gar keinen Adventskalender hätte. Die Idee wurde geboren, ihr einen zu schenken. Damit sie natürlich nichts von all dem erfährt, bauten Tante Jay und ich einen passwortgeschützten Artikel auf unsere Blogs. Das Ding nahm seinen Lauf und es wurde immer größer, eine FB Gruppe wurde gegründet und das Team, welches eine Doku über Katze gemacht hatte, angeschrieben.
Wenn ich hier jetzt sitze, verdrücke ich ein paar Tränen, denn ich finde es unglaublich klasse, was Menschen, die sich gar nicht kennen, auf die Beine stellen können. Ein ganz großes Dankeschön geht an Kerstin und Karl, die die Idee zu dieser schönen Überraschung hatten. Danke auch an alle Leser und Blogger, die mit ihren Geschenken dazu bei getragen haben, dass die Katze jeden Tag mit leuchtenen Augen ein Paket aufmachen kann.

Danke!!

Euer Paul

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