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#FucktheTumor…

20. August 2014

Einige von euch kennen der Blog von DoktorFreakOut . Nun gibt es aus Gründen einen 2 Blog von ihm sowie einen Aufruf, an dem ich mich sehr gerne beteiligen möchte.

DoktorChemo

Beim ihm wurde ende 2013 ein Tumor entdeckt und nun hat dieser hat nun gestreut. Im Moment liegt er in einer Klinik und bekommt Chemotherapie.

Ihn wie auch mich hat die Reportage von Johnny sehr bewegt. Johnny kommt aus meiner Heimat und hat im Alter von 14  Jahren einen Gehirntumor diagnostiziert bekommen. Seitdem kämpft er entschlossen und mit Humor gegen den Krebs.

37 Grad Johhny

Jetzt kommt meine und DoktorFreakOut´s  Bitte an Euch! Es gibt eine Aktion zu Gunsten von Hilfe für krebskranke Kinder e.V. Ihr könnt für einen Spendenbeitrag Armbänder mit dem Logo #dumusstkaempfen es ist noch nichts verloren” an dieser Aktion teilnehmen. Sie wurde von Johnny initiiert.

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr ein paar Euros locker machen könnt und mir ein Selfie von euch mit dem Armbändchen zuschickt. Dies werde ich dann hier veröffentlichen.

 

Euer Paul

Ach Herbert…

24. Juli 2014

Wie lange Herbert und seine Frau schon zusammen leben, wir wissen es nicht, aber die Goldene haben die beiden bestimmt schon hinter sich.

 

Es ist nachts gegen 2 Uhr, als seine Blase drückt, er mühsam aufsteht und mit schlurfenden Schritten zum Klo läuft. So gut zu Fuß ist er nicht mehr, denn sein Rücken wurde bei der letzten OP versteift. In letzter Zeit versagen auch mal die Beine ihren Dienst und Herbert fällt dann zu Boden. Bisher lag er dann eine Weile dort und wenn die Kraft wiederkam, konnte er wieder aufstehen und ins Bett zurück schlurfen. Seine Frau Hilde hatte einfach nicht genügend Kraft, um ihrem Herbert beim Aufstehen zu helfen.

 

Wir haben unseren ersten Einsatz des Tages schon hinter uns gebracht und sitzen jetzt beim Frühstück. Es ist kurz nach 9, als unser Melder bimmelt. Ein Notfall ohne Blaulicht, es geht 3 Dörfer weiter zu einem Einsatz, wie er jeden Tag und überall vorkommt. „Sturz in der Wohnung“ steht auf dem Fax, welches mein Kollege auf dem Weg zum Rettungswagen noch kurz holt.

 

Herbert läuft mit kleinen Schritten Richtung Toilette. Langsam setzt er sich und verrichtet sein Geschäft. Nachdem er fertig ist, zieht er sich wieder an und trippelt langsam zum Schlafzimmer. An der Tür dorthin versagen ihm jedoch mal wieder seine Beine und er fällt der Länge nach hin. Hilde wird natürlich auch davon wach. Helfen kann sie ihm nicht wirklich. Sie wartet und hofft wohl, dass ihr Herbert bald wieder zu Kräften kommt, aufstehen kann und sich neben sie legt.

 

Nur kehrt seine Kraft nicht in seine Beine zurück und er liegt nun seit Stunden auf dem Boden. Hilde legt ihm wenigstens ein Kissen unter seinen Kopf. Seine Blase drückt irgendwann auch wieder. Das Parkett soll ja nicht dreckig werden und deswegen bastelt sie einen Gefrierbeutel darüber. Natürlich klappt das nicht und ihr Ehemann liegt irgendwann in seinem eigenen Urin und Kot, der nun auch noch abgegangen ist.

 

Auf die Idee, sich Hilfe zu holen, kommt seine Frau nicht, obwohl er da so liegt und ihr auch nicht wirklich mehr antwortet. Was in den nächsten Stunden passiert, ich weiß es nicht, aber als wir gegen 09.30 Uhr bei den Eheleuten eintreffen, sieht es fast so aus, als hätte Hilde erst noch die Betten gemacht, den Boden gewischt, sich angezogen und die Haare gemacht.

 

Dass es ihrem Herbert nicht gut geht, merkt sie nicht. Wir starten das volle Programm: Sauerstoff, EKG, Sauerstoffsättigung und Blutdruck. Sein linkes Auge ist zugeschwollen und am Oberkörper hat er schon offene Wunden, weil er solange im eigenen Urin gelegen hat. Außerdem ist er bewusstlos. Auch seine Atmung ist beeinträchtigt. Wir fordern einen Notarzt nach.

 

Als wir ihn auf unsere Trage umgelagert haben, wird Hilde sehr böse, denn nun sieht sie, dass ihr Herbert auch noch das Parkett mit seinem Stuhlgang verdreckt hat. Mein Kollege und ich schauen uns kopfschüttelnd an.

 

Auch als der Notarzt eintrifft, scheint Hilde das nicht zu beunruhigen, und ich sage ihr deutlich, dass es ihrem Herbert nicht gut geht und wir dringend ins große Krankenhaus müssen. Aber vordringen tue ich damit nicht zu ihr, sie packt seelenruhig die Tasche.

 

Im Krankenhaus verbessert sich Herberts Zustand zum Glück. Er hat durch das lange Liegen ein Liegetrauma erlitten und erholt sich nun davon. Ich hoffe, dass den beiden geholfen wird, denn beim nächsten Sturz kann es für Herbert schon zu spät sein.

Interessante Reportage Teil 50

29. Juni 2014

Heute gibts eine Reportage vom ORF über den Rettungsdienst der Stadt Wien.

 

Außerdem möchte ich Euch einen neuen Blog vorstellen.

http://menschenkutscher.blogspot.de/ schreibt über Privates und seinen Job, absolut empfehlenswert!

Messer, Gabel, Schere, Licht…

12. Juni 2014

Es ist ein wunderschöner Sommertag, ich sitze mit meinem Kollegen vor der Wache und wir genießen das Wetter. Ringsherum sind an diesem Abend einige Feste und wir witzeln, auf welches wir heute Nacht als erstes fahren werden, um einen Betrunkenen einzusammeln.

Die Zeit vergeht und die Polizei fährt mehrfach mit Signal an unserer Wache vorbei, doch unser Melder bleibt stumm. So verlaufen die nächsten Stunden. Nur ein Notfall hat den Abend bisher unterbrochen. Kurz vor 12 verziehen wir uns ins Bett. Diese trügerische Ruhe, da sind wir uns sicher, wird uns noch zum Verhängnis werden.

Wir sind gerade weggedämmert, als uns unsere Melder aus dem Bett schmeißen. Stromunfall in Baumbach steht auf dem Melder, mein Kollege schaut irritiert, denn der Ort gehört schon gar nicht mehr zu unserem Einsatzgebiet. Ein Stromunfall um diese Uhrzeit, ich mag mir in diesem Moment nicht wirklich vorstellen, wie es dazu gekommen ist. Keine 20 Sekunden später haben wir die Meldung, dass wir als zweites Rettungsmittel zum Bahnhof in Baumbach unterwegs sind und sich dort 2 Verletzte befinden, die wohl gegen die Oberleitung der Bundesbahn gekommen sind. Plötzlich steigt mir unwillkürlich der Gestank vom verbrannten Fleisch in die Nase.

Es ist ziemlich still auf der Anfahrt, jeder von uns geht im Kopf noch mal alle Algorithmen durch, die wir wahrscheinlich brauchen werden. Die Straßen sind menschenleer, trotzdem brauchen wir fast 30 Minuten, bis wir den Bahnhof erreichen. Wir folgen den Gleisen und sehen von weitem viel Blaulicht. Meine Hände schwitzen leicht, ich ziehe lieber gleich 2 Paar Handschuhe an, man weiß ja nie, wie unschön das gleich wird.

Nur noch die Polizei ist da, unser Patient liegt am Boden, sonst ist niemand zu sehen. Es riecht nach verbrannten Fleisch. Schnell frage ich, als ich auf unseren Patient zulaufe, wo denn das andere Rettungsmittel ist. Von der Polizei kommt die Info, dass diese schon mit ihrem Patient ins nächste Krankenhaus unterwegs sind. Um mich aufzuregen, bleibt mir keine Zeit, denn Tom braucht meine ganze Aufmerksamkeit. Sein rechter Arm ist komplett verbrannt und der linke auch, aber nicht so stark. Er hat starke Schmerzen. Mein Kollege stabilisiert seinen Kopf und ich untersuche schnell seinen Körper auf weitere Verletzungen. Am rechten Fuß sieht man, dass der Strom wieder seinen Körper verlassen hat.

Tom erzählt, dass er an dem Kesselwagen hochgeklettert ist und dann nichts mehr weiß. Der Kesselwagen ist gut und gerne 4 – 5 Meter hoch.

kesselwagen_big Es muss jetzt wirklich schnell gehen, denn auch wenn unser Patient mit mir redet, ist alleine der Sturz lebensgefährlich. Er bekommt einen Halskragen an, ich lege einen Zugang und spritze ihm etwas gegen die Schmerzen. Mein Kollege bereitet unsere Trage vor und wir lagern ihn mit einem speziellem Brett darauf um. Die Verbrennungen versorge ich im Rettungswagen und schalte die Heizung auf 30 Grad, denn Menschen mit Verbrennungen kühlen sehr schnell aus.

Durch meinen Kollegen lasse ich mir im nächsten Krankenhaus einen Schockraum anmelden. Wir geben alle Daten durch und starten danach. Keine 15 Minuten später biegen wir in die Notaufnahme ein, das Team des Schockraums steht auch schon bereit. Tom bedankt sich noch bei uns und schon sind wir wieder an unserem Fahrzeug. Später erfahren wir, dass er in den Nacht noch mit dem Hubschrauber in die große Uniklinik verlegt worden ist.

 

Bild http://www.osef.de/waggons/kesselwagen

RettMobil…

22. Mai 2014

Hallo ihr Lieben. Ruhig ist es hier geworden, denn ich bin gerade dabei, meine Diplomarbeit zu schreiben und für meine Prüfung zu lernen.

Trotzdem hatte ich letzte Woche die Gelegenheit, in meiner alten Heimat die Fachmesse RettMobil zu besuchen. Die Messe ist die größte ihrer Art und hat über 25.000 Besucher angezogen. Trotz dieser Größe finde ich es immer noch sehr familiär, denn kaum hatte ich am Donnerstag das Gelände betreten, sah man alte Kollegen von der Arbeit. Außerdem traf ich einige meiner Follower aus Twitter, was doch immer wieder sehr nett und interessant ist.

Viel Neues gab es für mich nicht zu sehen, eigentlich habe ich die Messe eher als Kontaktbörse genutzt :)

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Wie jedes Jahr fallen diese Menschen einfach auf und ich frage mich immer wieder, wieso muss man so rumlaufen?

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Erschreckend fand ich, dass einige Anbieter Schutzwesten in ihrem Angebot hatten. Da läuft meiner Meinung nach etwas ganz gewaltig schief! Und es gibt wirklich Kollegen, die sich so etwas kaufen.

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Zum Abschluss möchte ich euch noch die Reportage aus der ARD-Reihe “7 Tage unter” Feuerwehrmännern ans Herz legen. Hier wird der Mensch hinter dem Beruf gezeigt und nicht effekthascherisch das Feuerinferno in den Vordergrund gerückt.

 

Interessante Reportage Teil 49…

25. März 2014

Die Doku “An hour to save your live” zeigt wie wichtig eine schnelle und gute Versorgung von Verletzten ist. Manche von euch werden die Protagonisten aus anderen Dokus der BBC kennen.

Interessante Reportage Teil 48…

5. März 2014

Heute gibts mal eine Reportage von ZDF Info über die Feuerwehr Hamburg.

 

Ansonsten möchte ich euch gerne Kiki vorstellen. Sie studiert seit kurzem Medizin und bloggt drüber.

EndlichMedizin

 

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