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Und hier ein Beispiel, wie man erfolgreich Erste Hilfe leistet…

3. November 2011

Dieses Video zeigt einmal mehr als deutlich, Helfen lohnt sich. Während die Angehörigen am Telefon angeleitet bzw. betreut werden, wurde die Polizei als First Responder eingesetzt. Und mein Respekt den Polizisten die eine wirklich gute Reanimation hier abgeliefert haben. Der Patient hat das Ganze überlebt.

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11 Kommentare leave one →
  1. 3. November 2011 11:39

    Schönes Beispiel. So flott wie der dritte Polizist mit dem AED angerannt kam, so „gelassen“ ging das dann die Besatzung des RTW an 😉

  2. 3. November 2011 14:10

    Das so gut reagiert worden ist hängt vielleicht auch damit zu tun das es eine gemeinsame Leitstelle über die Notrufnummer 911 gibt.
    Außerdem wird die Polizei und die Feuerwehr von der Stadt gestellt.
    Hier übrigens die HP von Rapid City:
    http://www.rcgov.org/
    Dort gibt es auch Infos zur Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.

  3. Jan permalink
    3. November 2011 14:52

    Super Video! Sieht echt professionell aus.
    Eine kleine Frage: Wäre es nicht besser, den Patienten während der Rea mit Beinen nach oben zu lagern?

    Ich weiß nicht ob du dieses Video hier schon vorgestellt hattest: https://www.youtube.com/watch?v=ICODRFoWZkw
    Das ist zwar eine Reportage und dementsprechend (manchmal etwas unpassend) aus dem Off kommentiert. Außerdem etwas älter. Aber was ich spannend fand, war, dass 1. man die Arbeitsweise des AED gut beobachten konnte, und 2. man sehen konnte, dass ein Patient mit Herzstillstand sich durchaus noch bewegen und Schnappatmung haben kann (weshalb es so wichtig ist, auf *normale* Atmung zu prüfen).

    • 3. November 2011 15:09

      @Jan

      Das mit dem Beine hoch legen, macht man schon seit Jahren nicht mehr. Es bringt wohl nichts, denn es fließen nur etwa 800 ml zurück.

      • Jonaman permalink
        7. November 2011 17:07

        Also das Hör ich jetzt das erste mal, dass man die Beine nicht mehr hochlegt. Und ich bin jetzt doch schon einen großteil meines noch sehr kurzen Lebens bei einer Hiorg und hab grad nen Sanitäterkurs fertig, wo die Schocklage immernoch gelehrt wird!

      • 8. November 2011 08:25

        @Jonaman

        Willkommen auf meinem Blog. Natürlich wird das auch noch gelehrt mit der Schocklage..aber wirklich bringen tut sie es wohl nicht. Und es ging ja um die Reanimation und nicht um den Schock. Und es gibt bei der Schocklage so viele Kontraindikationen, dass ich sie selbst als RD´ler noch nie wirklich angewendet habe.

    • 17. November 2011 19:51

      Zum Thema Patientenlagerung: Ich denke, dass der Patient erst an der Schräge lag, ist der Situation beim Eintreffen der ersten Polizistin geschuldet. Sie sah sich einem dicht am Straßenrand geparkten PKW gegenüber und musste den Patienten, der sicher nicht leichtgewichtig war, erst einmal irgendwie aus dem Auto zerren, um die Reanimation zu starten. Um ihn in die Ebene zu bringen, hätte sie ihn weiter den Hang hinaufschleifen (was erst später mit 3 Mann gelang) oder ihn auf dem Bordstein entlang hinter das Auto zerren müssen. Bestimmt nicht einfach! In meinen Augen entschied sich die Polizistin für das einzig richtige: Lieber eine nicht 100%ig optimale Rea beginnen, als minutenlang am sterbenden Patienten rumzuziehen und ihm die letzte Chance zu versauen. Das ist eben der Unterschied zwischen Ausbildung und Realität.
      Hier wurde „aus Scheiße Bonbons“ gemacht, und es hat wohl gereicht. Nur darauf kommt es an.
      BTW: Wir haben auch schon einen im Unfallauto eingeklemmten versucht, zu reanimieren. Im Sitzen. Wenn’s nicht anders geht, greift man nach jedem Strohhalm.

  4. 4. November 2011 18:16

    Ich will mal was zu den hochgelagerten Beinen sagen, ich mache das immer noch. Hab mal meine Freundin (ich war in der Ausbildung zur Krankenschwester) mit schweren Verbrennungen im Gesicht vorgefunden (kochendes Öl aus der Fritteuse) und sie wäre mir sicher kollabiert, wenn ich das mit den Beinen und dem Zudecken,- als der Schock einsetzte- nicht gemacht hätte. Leider haben viele Menschen Angst, etwas falsch zu machen und machen vor Schreck gar nichts…. warum auch immer, ich musste schon oft 1. Hilfe leisten. Aber nicht reanimieren…

    • 10. November 2011 13:53

      Wenn du vom Schock sprichst ist das ja nicht falsch. Allerdings auch nur wenn ein relativer Volumenmangelschock vorliegt (wie das bei deiner Freundin sicher war): Sie hat sich schwer verletzt war „geschockt“ und das Blut ist in der Peripherie versackt. Damit war dann eine ausreichende Versorgung des Hirns mit Sauerstoff nicht mehr gewährleistet. Den Körper jetzt in die waagerechte zu bringen und die Beine anzuheben ist genau das richtige, damit das Herz nicht das gesamte Blut aus eigener Kraft wieder hochpumpen muss sondern die Schwerkraft noch ein bisschen hilft. Ist das Herz jetzt aber so kaputt (und möglicherweise selber auslöser des Schocks -> Kardiogener Schock) will man vllt gar nicht, dass zu viel Blut zurückfließt (durch anheben der Beine) und das Herz relativ schnell auf nimmer Wiedersehen sagt und wegen Überlastung abschaltet. In diesem Fall sollte man die Beine liegen lassen. Auch bei Verletzungen im Bauch- oder Thoraxbereich sollte man die Beine liegen lassen, weil durch beanspruchung der Bauchmuskeln beim Beineheben die Verletzung vllt noch verschlimmert wird. Bei beiden Videos handelt es sich aber nicht um einen Schock! Hier wird nicht versucht das Herz ein wenig bei seiner Pumpfunktion zu unterstützen; Hier wird versucht ein Kreislauf in Schwung zu bringen! Dafür muss ununterbrochen gedrückt werden (was leider in dem Lifeguard-video nicht der Fall ist). Auch hier ist zu viel venöser Rückfluss nicht unbedingt gewünscht weil unsere Pumpfunktion ein lächerlicher Versuch ist die Kraft des Herzens zu imitieren. Dadurch haben wir dann zu viel Blut „vorm Herzen stehen“; den Patienten holen wir dann vllt mit der Rea zurück, danach stirbt er dann aber vllt an nem Lungenödem… Die waagerechte Position ist deswegen bei ner Reanimation das Mittel der Wahl. Der Patient sollte auf Atmung kontrolliert werden. Atmet er nicht SOFORT reanimieren (und zwar mit 100 bis 120 Schlägen pro Minute gefolgt von zwei Beatmungen, nicht mit unter 60 wie im Lifeguard-video). Umständlich den Puls suchen bringt nichts – er wird eh nicht vorhanden sein wenn die Person nicht atmet (zumindest nicht mehr lange). Wenn ein AED zur Hand ist – super! aber man muss auch damit umgehen können. Wenn ein Schock abgegeben wurde, dann auch SOFORT weiterreanimieren. Ein Schock wird nur bei bestimmten Herzrhytmen abgeben (zB dem Kammerflimmern), wenn diese durch einen Stromstoß durchbrochen werden, passiert im schlimmsten fall nichts (das Herz flimmert weiter) oder im besten Fall hört es auf zu schlagen – dafür aber ganz. Dann muss halt durch externe Stimulation versucht werden es zurück ans Schlagen zu bringen. Also WEITER reanimieren und zwar SOFORT nicht erstmal nochmal ein paar Minuten weiteranalysieren lassen…

      • Ruby permalink
        10. November 2011 21:56

        Gerade deine letzten Wort sollte man noch mal allen Menschen einbläuen.
        Mich nervt es langsam das alle immer glauben mit einem Defi würde man jemanden Wiederbeleben weil das Herz wider zu schlagen anfängt.

        So stellen sich viele den AED Einsatz leider wohl er nach dem Motto:
        -Aufkleben
        -Auslösen
        -evt weiter male Auslösen vor.

        Ich warte nur auf die erste Meldung das Leute sich die CPR gespart haben weil da ja eh nen AED unterwegs war…

      • 10. November 2011 23:30

        @Ruby

        Willkommen auf meinem Blog. Ja leider wirds im TV auch vielfach falsch vorgemacht. Und sowas merken sich die Menschen.

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