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Mitten im Leben…

4. Dezember 2011

Es ist kurz nach 2 Uhr nachts. Kathrin, 20 Jahre alt, liegt auf der Couch und im TV läuft Frauentausch. Auch ihr 2-jähriger Sohn ist wach und leistet wie ihre 11-jährige Schwester Gesellschaft, denn Kathrin erwartet ihr drittes Kind. So oder so ähnlich könnte die Off-Stimme den Anfang jeder nachmittags laufenden Realitysendung ankündigen.

Zu dieser Zeit liegen mein Kollege und ich seit ca. 2 Stunden im Bett. Die Schicht hatte schon nicht so gut angefangen, denn unserer ersten Patientin konnten wir nicht helfen, sie war schon mehrere Stunden tot. Danach ging es fast nahtlos mit 2 Einsätzen weiter, und so kamen wir erst kurz vor 12 wieder auf die Wache. Mein Kollege moserte, dass er so viele Einsätze auf seiner Stammwache gar nicht mehr gewöhnt sei. 🙂 Er hatte auch mein Mitleid, denn als frisch gebackener Papa bekam er momentan sowieso nicht so viel Schlaf ab.

Kathrin hat es bisher nicht so leicht in ihrem Leben gehabt. Eigentlich war ihr Kindheitstraum, es mal zu etwas zu bringen und nicht wie ihre Eltern irgendwo im Betonsilo gegenüber zu versauern. Doch als sie 15 war, kam der erste Schritt in die falsche Richtung. Ihr erster Freund, drogenabhängig und arbeitslos, schwängerte sie und wurde danach nie mehr gesehen.

Es ist 2 Uhr, als der Melder unseren Schlaf unterbricht. Leises Fluchen begleitet unser Anziehen. Während ich das Fax aus dem Drucker hole, fährt mein Kollege den RTW nach draußen. Mein Gesichtsausdruck ist belustigend, als ich in das Auto steige. „Was grinst du denn so Paule?“, fragt er mich. „Wir haben ne Geburt, Harald“, sage ich und füge über das ganze Gesicht grinsend hinzu: „Und damit kennst du dich ja jetzt bestens aus“. Er versucht, nach mir zu hauen, verfehlt mich aber zum Glück und ich lache aus vollem Halse 🙂 Ich lese ihm weiter vor, dass wir in unseren Problembezirk Süd 3 fahren müssen. Dort erwartet uns Kathrin Becker, drittes Kind im Anmarsch, die Fruchtblase sei bereits geplatzt. Kein Drama, aber mein Kollege bekommt leichte Zornesröte im Gesicht. Die ist bestimmt noch keine 20 mit dem Vornamen. Die Kinder tun mir jetzt schon leid. „Ach Harald, vielleicht ist doch alles anders“, versuch ich die mir noch unbekannte Patientin zu verteidigen. Wirst schon sehen, meint er.

Mit 18 kam der nächste Junkie und auch das nächste Kind und natürlich blieb der Kindsvater nicht. Die Träume blieben auch auf der Strecke, die Schule wurde nicht beendet und ihre Eltern waren auch nicht das beste Vorbild. So kam, was kommen musste: auch sie rutschte in Hartz4 ab. Sie bekam eine eigene kleine Wohnung und lebte in den Tag hinein.

Als wir an der Einsatzstelle eintreffen, ist niemand zu sehen, der uns in Empfang nimmt. Eigentlich kein Wunder, denn hier kennen sich die meisten Bewohner eh nicht. So suchen wir das Klingelschild und machen uns, nachdem uns geöffnet wurde, hinauf in den 12. Stock. Die Wohnungstür öffnete uns die 11-jährige Schwester. Als wir eintraten, empfing uns ein Geruch, den man öfter riecht, wenn so 5 Wochen nicht geputzt wurde und das Essen schon von den Tellern floh. Harald schaut mich nur mit diesem Blick an, der sagte: „Siehste Paule, hab ich doch Recht gehabt.“ Ja, auch ich fand das sehr ekelig. Wir wurden in das Wohnzimmer gebracht, wo der 2-jährige Sohn über die Couch turnte und der Fernseher in einer Lautstärke dudelte, dass man sich nicht wirklich unterhalten konnte.

Da saß Kathrin nun und ich dachte, das ist wirklich wie „Frauentausch“ oder „Mitten im Leben“, nur leider in Real. Der Jogginganzug hatte seit langem keine Waschmaschine gesehen und die Zähne auch lange keinen Zahnarzt, dafür waren die Nägel super designed. Nachdem das alles gesackt war, fing mein Kollege erst einmal an zu fragen, weshalb wir hier zu dieser Uhrzeit aufgetaucht waren. Kathrin erklärte, dass sie ihr drittes Kind erwarten würde und vor ca. 30 Minuten die Fruchtblase geplatzt wäre. Und dass sie sich vorher noch mal hätte umziehen müssen. Man sah Harald und mir an, dass langsam eine unangenehme Röte in unsere Gesichter stieg. Ob sie denn schon Wehen hätte, fragten wir, was natürlich verneint wurde.

Und wieso haben Sie dann einen Rettungswagen gerufen“, fragte ich? In diesem Moment kam Heiko, ihr momentaner Lebensabschnittsgefährte, zur Tür herein. Er beachtete uns erst mal nicht und musste mit dem schwangeren Bauch einen Monolog halten. Ich schaute zu Harald und wir beide mussten doch etwas schief grinsen. Man merkte sofort, wer hier wen vor seinen Karren spannte, denn der arme Kerl wurde gleich durch die komplette Wohnung gescheucht. Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber das hatte man ihm wohl noch nicht erzählt. Einen Dummen musss es aber immer geben, dachte ich mir so.

Anschließend wurde auch meine Frage beantwortet, wieso man uns gerufen hatte. Die Hebamme hätte das so gesagt und einen eigenen PKW hätte man eh nicht. Ich ersparte mir dann einfach, dass es auch Taxis gibt und ließ unsere Patientin zu unserem Rettungswagen laufen.

Als wir im Kreissaal ankamen, wurden wir nach der Übergabe sehr skeptisch angeschaut und gefragt, warum wir die Dame denn mit dem RTW gebracht hätten. „Angeblich soll eure Hebamme gesagt haben, dass sie den Krankenwagen rufen soll, wenn es soweit ist.“ „Ihr Armen, meinte die Hebamme“, denn es gibt leider nicht nur eine Wahrheit. Und so verließen wir mit besten Wünschen unsere Patientin und gingen. 

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32 Kommentare leave one →
  1. Sascha permalink
    4. Dezember 2011 22:31

    Es gibt halt Menschen, die so sozialisiert sind, dass sie nicht anders können, als zu sein, wie sie eben sind.

  2. 4. Dezember 2011 22:40

    Die Anweisung kenne ich aber auch, bei vorzeitigem Blasenprung mit dem Krankenwagen in eine Klinik zu fahren.

  3. 4. Dezember 2011 23:00

    Das ist ziemlich weit verbreitet würde ich meinen. Wobei ich das Gefühl habe, dass eher die niedergelassenen Gynäkologen diese Ansicht teilen. Die Hebammen eher nicht. Zumindest nicht die, die uns durch die drei Schwangerschaften begleitet haben.

    • 5. Dezember 2011 06:19

      @DadReloaded @Frau Fidibimm

      Ja diese Meinung ist weit verbreitet, das merke ich hier auch. Die Frage ist aber, ob das wirklich so sein muss!?

      • sharmaynn permalink
        6. Dezember 2011 17:26

        Also ich kann mich erinnern das mein Vater meine Mutter bei der Geburt meiner Schwestern noch mit dem eigenen PKW ins Krankenhaus gefahren hat. Und ihre Fruchtblase war zu dem Zeitpunkt auch schon geplatzt.

      • 6. Dezember 2011 18:10

        Willkommen auf meinem Blog 🙂 mein Vater hat das damals auch gemacht,und meine Mutter hatte wohl auch schon Wehen..

  4. 5. Dezember 2011 11:18

    Und wie geht’s der Mutter und dem Baby inzwischen ? Alles in Ordnung ?

    VhG

    Andrea

  5. Margit permalink
    5. Dezember 2011 14:49

    Also, meines Wissens sollte man eine Schwangere DANN nur noch liegend transportieren, wenn ein Blasensprung auftritt, bevor das Baby ausreichend fest ins Becken „gerutscht“ ist (klingt doof, aber besser kann ich es grade nicht beschreiben). In diesem Fall kann sich nämlich ein Teil der Nabelschnur am Baby vorbeimogeln und wird, falls sich das Köpfchen JETZT Richtung Beckenausgang schiebt, praktisch abgeklemmt -> ganz schlecht, weil dann die Versorgung des Kindes unterbrochen wird.

    Aber die allermeisten Babys dürften am Entbindungstermin mit dem Köpfchen schon so fest im Becken sitzen, dass da keine Nabelschnur mehr dran vorbei rutscht.

    Und liegend transportieren heißt auch nicht unbedingt im RTW transportieren (obwohl das vermutlich dann das Sinnvollste ist).

    In einer normal verlaufenden Schwangerschaft senkt sich das Kind ab vier Wochen vor Entbindungstermin ins Becken. Und eine „ganz normale“ Schwangere kann um den ET herum auch nach einem Blasensprung „ganz normal“ sitzend im Auto fahren… Für gewöhnlich wissen die Frauen auch, ob sich das Kind schon gesenkt hat, denn 1. haben sie die Senkwehen gespürt und 2. sitzt der Babybauch dann sichtlich tiefer.

    Liebe Grüße
    Margit

    • 5. Dezember 2011 18:59

      @Margit

      Die Dame wusste nicht wirklich was über ihr Kind, wieso und weshalb, das entzieht sich meiner Erkenntniss. Laut Hebamme war es richtig, sie auch laufen zu lassen.

      @Andrea

      Was aus der Frau und ihrem Kind geworden ist, das bekommen wir meistens nie mit. Und ganz ehrlich, mich hats auch nicht interessiert.

  6. Thore permalink
    5. Dezember 2011 14:54

    Moin, ich weiß ja nicht… aber ich meiner Ausbildung hieß es, dass Frauen mit vorzeitigen Blasensprung N U R liegend transportiert werden dürfen.
    Ist die Aussage also falsch?!

    Gruß
    Thore

    • 5. Dezember 2011 16:31

      Feuerwehr- Antwort: Kommt drauf an! 😉
      Wie weit vor dem Termin ist denn „Vorzeitig“? Ich denke, schon eine ganze Weile, wenn ich im Kommentar von Margit lese, dass das Kind schon bis zu 4 Wochen vorher im Becken liegt. Z.B. 3 Tage vorher ist dann wohl nicht unbedingt „Vorzeitig“.
      Über den erwarteten Termin hatte Paul ja nichts geschrieben.
      Ich habe aber auch schon oft genug erlebt, dass der RTW mehr oder weniger aus „Bequemlichkeit“ gerufen wurde. Oder, weil eine Geburt ja „sowas von furchtbar selten ist“, dass man das komplette Ärzteteam im Schockraum wünscht. Nun gut, habe ja in meinem Blog schon ausführlich meine Meinung dazu geschrieben…

  7. yasmin permalink
    5. Dezember 2011 16:21

    mein wissensstand ist, dass der rtw gerufen werden sollte, wenn das kind noch nicht fest im becken liegt und sich daher, wenn es blöd läuft, selbst die nabelschnur abklemmen könnte, wenn sie mit dem fruchtwasser zwischen kinderkopf und mütterliches becken gerät.
    dann sollte frau sich liegend, am besten mit erhöhtem becken, transportieren lassen.

    wenn das kind geburtsbereit fest und tief im becken sitzt, ist ein blasensprung mit oder ohne wehen kein grund, den rtw anzufordern 🙂

    • 5. Dezember 2011 17:14

      absolut richtig.

      • 5. Dezember 2011 18:52

        @neonatalie

        Willkommen auf meinem Blog 🙂 War das bestellen des RTW richtig, oder eher nicht!?

      • 6. Dezember 2011 12:50

        ja, ich denke es war richtig. vor allem dann, wenn die frau nicht weiß ob ihr kind schon im becken liegt oder noch „oben“ ist. denn ein nabelschnurvorfall endet in wenigen minuten tödlich für das ungeborene.
        ich weiß, dass den schwangeren in unserem krankenhaus gesagt wird, dass sie bei blasensprung und nicht im becken sitzenden kind nicht nur den rtw rufen müssen, sondern sich auch gleich flach hinlegen und nicht mehr aufstehen dürfen, bis sie gynäkologisch untersucht wurden (auch dann, wenn eine hausgeburt geplant ist, dann ruft man halt keinen rtw sondern die hebamme).
        ist das bei euch anders?

      • 6. Dezember 2011 18:12

        Wir fahren jede Schwangere ins Kh,aber bei fast jeder Fahrt wird die Frage gestellt,wieso bringt ihr das mit dem RTW?

    • 5. Dezember 2011 18:57

      @yasmin

      Willkommen auf meinem Blog 🙂 Wir bekommen das bei fast jeder Schwangeren erzählt, wieso wir sowas mit dem RTW bringen…

      @firefox5c

      Ich glaube wir denken da sehr gleich 😉

      @Thore

      Ich weiß nicht wirklich, ob diese Aussage so richtig ist.. aber wie oben schon beantwortet, bekommen wir sowas sooft zu hören, wieso wir die Damen mit dem RTW bringen.

  8. 7. Dezember 2011 08:56

    Ohweia….wirklich wie Unterschichten TV..nicht das ich es gucken tät…*g*

    Mir wurde auch gesagt:liegend in die Klinik, und das bei Kind 1-3.
    Vom jüngsten der Kopf war is kurz vor der Geburt das Köpfchen nicht fest im Becken.

    Herzliche Grüße Paule und ne schöne ruhige Vorweihnachtszeit mit wenig Katastrophen

  9. 7. Dezember 2011 22:11

    @alltagimrettungsdienst

    Alles klar. Danke für die Info. *freu*

    VhG

    Andrea

  10. 14. Dezember 2011 02:30

    Psst: wenn Kathrin heute 20 ist und mit 15 vom ersten Freund geschwängert wurde, dann ist ihre Tochter noch nicht 11, sondern 4 Jahre alt…

    aber, weil die Frage so oft gestellt wurde: im allgemeinen Volksmund wird zwischen KTW und RTW nicht unterschieden, da „holt man die Rettung“, bzw. „ruft man den Krankenwagen“, und was die Leitstelle dann aus den Infos macht, die sie kriegt… seht ihr ja.

  11. 19. Dezember 2011 18:14

    Da weiß man mal wieder nicht, ob man lachen oder weinen soll. Wohl eher Letzteres. Schade eigentlich.

  12. Polarstern007 permalink
    18. Januar 2012 18:55

    Ich habe von meiner Hebamme gesagt bekommen: bei Blasensprung hinlegen und liegend ins KH transportieren lassen. Lieber kein Risiko eingehen, das ist eines, welches nicht wieder gut zu machen wäre. Ich wusste nicht vorher, ob mein Kind schon tief genug ins Becken gerutscht ist. Und hätte ich einen Blasensprung gehabt, bevor ich ins KH fuhr, dann hätte es schief gehen können. 4 Tage vor ET war das erste Kind nämlich noch nicht tief genug, eigentlich war es das noch unter der Geburt lange nicht. Wenn man also nicht sicher ist, ist liegend immer die bessere Alternative. Darin sollte auch jede Schwangere unterstützt werden. 🙂

    • 18. Januar 2012 19:32

      @Polarstern007

      Willkommen auf meinem Blog 🙂 Irgendwie sagen da Hebammen immer was anderes. Von mir aus fahre ich alle Schwangeren ins Krankenhaus, ist ja auch mein Job 🙂

  13. 21. August 2013 12:49

    Bitte unbedingt eine Fortbildung machen!! Die Schwangere hat alles richtig gemacht, als sie beim vorzeitigen Blasensprung den Rettungswagen gerufen hat.

    Bei einem Blasensprung beginnt die Geburt. Es besteht nicht nur ein Infektionsrisiko, wenn zu lange gewartet wird, sondern die unmittelbare Gefahr eines Nabelschnurvorfalls, wie hier schon gesagt wurde. Schwangeren wird deshalb in der Regel geraten, 112 zu wählen und sich, wenn sie sich nicht sicher sind, ob der Kopf schon im Becken sitzt, liegend transportieren zu lassen. Die Schwangere war also besser informiert und hat wesentlich verantwortungsvoller gehandelt als Sie in dieser Situation.

    Was „in der Regel“ bei einer Schwangerschaft hätte passieren sollen, ist dabei egal (wobei Sie selbst darüber wirklich sehr schlecht informiert zu sein scheinen) – ein vorzeitiger Blasensprung ist eben nicht die Regel.

    http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Schwangerschaft+Geburt/Geburt/Blasensprung-11535.html

    http://www.med.de/gesundheit/schwangerschaft-geburt/geburt/nabelschnurvorfall.html

    Aber immer schön über die anderen urteilen … da hätte ein Kind sterben können aus mangelnder Professionalität und menschlichem Mitgefühl („mich hat’s auch nicht interessiert“) – aber aufgeregt wird sich über die Fernsehgewohnheiten der anderen.

    • 26. August 2013 18:07

      Hallo kiturak,

      willkommen auf meinem Blog. Ich habe nichts gegen Kritik, aber Ihr Oberlehrerhaftes Verhalten ist wirklich schon grenzwertig. Ich besuche im Jahr zahlreiche Fortbildungen, um überhaupt in meinem Beruf arbeiten zu können. Und Sie haben Recht, man sollte Frauen mit Blasensprung nicht laufen lassen , dass ist die Lehrmeinung. Wenn ich mir aber die Geburtenzahlen aus 2010 für Deutschland anschaue, dann hätte der Rettungsdienst 678 000 zusätzliche Fahrten gehabt. Wenn ich meine 10 Jahre Rettungsdienst mal kurz vor meinem Auge vorbei ziehen lasse, dann hatte ich vielleicht 50 solcher Fahrten. Passt nicht ganz zusammen, wenn es heisst, jede Schwangere mit Blasensprung muss mit dem RD gefahren werden. Und wenn ich jetzt hier in der Schweiz mir das anschaue, da fahre ich höchstens Mama und Kind in eine Uniklinik oder zurück. Und für eine Schwangere, die noch überhaupt keine Wehen hat, einen RTW zu blockieren, vielleicht der einzige in 20 km Umkreis, ich weiss ja nicht!?

      Ich versuche meistens ohne Vorurteile anderen Menschen gegenüber zu treten. Das Leben ist aber nun mal kein Ponyhof und viele andere Menschen meistern ihr Leben trotz vieler Widrigkeiten. Und wenn jemand Hilfe braucht, muss er sich darum bemühen.

  14. 21. August 2013 17:12

    Freiwillig lebt übrigens kein Mensch im Dreck – mit drei Kindern, einer kleinen Schwester und einem offensichtlich nutzlosen Lebensgefährten („der arme Kerl“ hätte ja ruhig seiner hochschwangeren Partnerin die Haushaltsarbeit mal wenigstens teilweise abnehmen können) ist sie vermutlich dauerhaft völlig überfordert. Unbehandelte Depressionen könnten’s noch zusätzlich sein. Für die erste Zeit nach der Geburt könnte sie eine Haushaltshilfe beantragen, was ihr vermutlich auch niemand gesagt hat – und selbst wenn, wer hilft ihr mit dem Antrag?
    Sie bräuchte vermutlich handfeste Unterstützung, weil’s sich mit Hartz IV so nicht leben lässt. Ihr Spott und Ihre Verachtung sind jedenfalls unmenschlich und unangebracht. Und wie schon gesagt, unprofessionell und lebensbedrohlich für die Menschen, für die Sie Verantwortung tragen.

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