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Interessante Reportage Teil 42…

24. Oktober 2012

Der SWR hat einen sehr eindrückliche Reportage gedreht. In „Auch Helfer brauchen Hilfe“ kommen ein ehrenamtlicher Rettunsgdienstler und ein Polizist zu Wort, die auf sehr unterschiedliche Weise aus der Bahn geworfen wurden. Der eine war beim tragischen Brandunglück in Ludwigshafen dabei und kann bis zum heutigen Tag seine ehrenamtliche Tätigkeit nicht mehr ausüben. Der andere wurde während eines Einsatzes bei einem Fußballspiel schwer verletzt und kann seitdem nicht mehr in seiner Einheit eingesetzt werden.

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6 Kommentare leave one →
  1. 24. Oktober 2012 20:44

    Sehr schöne Reportage, gute unreisserische Berichterstattung, aber das ist die Regel bei den öffentlich Rechtlichen 🙂
    Die Situation mit der Leiche ist klasse.
    Gut, dass es auch da anfängt, von wegen „Nur die Harten kommen in den Garten“ weg zu einem menschlichen Respekt.
    Dem Zugestehen von Gefühlen.
    EMDR ist echt empfehlenswert, das höre ich sehr oft und auch der Nachweis in der MRT.

    • 24. Oktober 2012 22:49

      Diese Sprüche hört man leider auch heute noch, aber zum Glück viel seltener als früher.

      • 25. Oktober 2012 06:43

        Ich denke, „die Gesellschaft“ (klingt furchtbar plakativ) hat keine andere Wahl, als sich umzustellen. Ob man will oder nicht, dieses Leistung, Härte um jeden Preis ist kaum steiger- bzw. aushaltbar.
        Sagt auch meine Mutter, die ja auch in dem Bereich arbeitet. Die Zeiten der OP Schwestern „Wir leben nur für den Job, kennen das Wort Entspannung nicht und erwarten das von allen Anderen auch“ sind vorbei.
        In ihrer Klinik gehen die alle in Rente, Neue kommen nach und so schnell wie früher wird es nie mehr „und das ist auch gut so und das wird auch der Chef einsehen müssen“.
        Ich denke, die Zeit spricht für uns, als „Menschen, die Angeschlagen“ sind und „trotzdem was Wert“ 😉

  2. Ulli permalink
    24. Oktober 2012 21:53

    Sehr schöne Reportage, auch wenn ich an manchen Stellen mitgeheult habe. Ich habe lange mit einem Rettungssanitäter zusammengewohnt und war nach den Einsätzen oft die erste, mit der er ausserhalb des Teams über die Einsätze gesprochen hat – zum Teil haben ihn/uns diese Einsätze durchaus eine Weile beschäftigt und ich habe grossen Respekt für jeden, der als Rettungssanitäter, Polizist, Feuerwehrmann o.ä. sein Leben und seine psychische Gesundheit immer wieder aufs Spiel setzt, um anderen zu helfen. Ich habe einige Freunde, die entweder beim DRK ehrenamtlich tätig oder bei der Polizei sind und ich hoffe und bete, dass sie nie in eine solche Situation kommen wie die Herren in der Reportage. Und falls es doch einmal passieren sollte, dann hoffe ich, dass sie sich nicht vor ihren Freunden schämen ob dieser „Schwäche“ und dass wir die Chance erhalten, für sie da zu sein.

    • 24. Oktober 2012 22:52

      Hallo Ulli,

      willkommen auf meinem Blog. Ich bin froh, auch Menschen in meinem Umfeld zu haben, mit denen ich über belastende Einsätze reden kann und dies auch schon getan habe. Außerdem hab ich diesen Blog, der auch so ein bissche manchmal Ventil für das ist, was ich so alles zu sehen bekomme.

  3. seelenteil permalink
    17. April 2013 19:01

    Danke für diesen Film. Ich lebe ab dem 15ten Lebensjahr mit genau diesen Problemen. Es war lehrreich und zugleich „komisch“ sein eigenes Leben bei so einem „harten Jungen“ zu sehen. Es bestätigt, was ich immer schon denke: „JEDER der Traumata erleben muss wird so“ Ich hab lange dacht, ich wäre schwach. Der Film hilft mir zu erkennen, dass es ok ist. Wenn ein Erwachsener Mann nach EINEM solchen Vorfall so reagiert, ist es auch „normal“ so zu reagieren, wenn man von Kindheit an, unzählige male solche oder ähnliche Übergriffe erlebt hat. Früher wurde immer gesagt, man muss nur „stark genug“ sein… diese Worte machen es aber nur schlimmer. Es klingt jetzt doof, aber ich bin „froh“, dass auch Menschen, die mir Angst machen würden und die ich als besonders stark, mutig, taff, im leben stehend, bewundernswert ansehe, haargenau das entwickeln, was ich von mir kenne. Als Kind dachte ich, das ist die Normalität. Wenn ich jetzt diese Menschen sehe, weiß ich das es genau das Gegenteil war. Mein inneres Gefühl hatte aber mein ganzes Leben lang schon recht. Hoffentlich werden diese Menschen ein winziges Stück „unbeschwertheit“ irgendwann sich erkämpfen könnnen. Ich drücke die daumen….bei mir hat es ein halbes Leben gedauert bis ich auch solche Momente haben konnte.

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