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Erste Hilfe Geschichten Teil 11…

28. Mai 2013

Ennosuke hat Erste Hilfe geleistet und musste selbst schon Hilfe in Anspruch nehmen.

Erste Hilfe geleistet…

Ich war noch Schüler und fuhr also mit den typischen extrem vollen Schulbussen in denen die Luft ja meist mehr schlecht als Recht ist. Da ich in einer Nachbarstadt zur Schule ging und relativ ländlich wohnte, verbrachte ich rund 45min in dem Bus und stieg als einer der Ersten ein.

Im Grunde war es ein ganz normaler Tag im November, draußen noch dunkel und der Bus bis zum Bersten voll. Mal wieder regte ich mich innerlich darüber auf, dass die Busgesellschaft keinen zweiten oder gar dritten Bus morgens einsetzte.

Aus dem Augenwinkel sah ich wie die Beine eines Mädchens einknickten und sie fiel. Alle wichen zurück und keiner hielt es für Angebracht sie in irgendeiner Form zu stützen. Als sie dann auf dem Boden lag ging das Tuscheln los. So schnell es in einem vollen Bus möglich ist habe ich mich zu ihr gequetscht. Ich hatte gerade erst den Erste Hilfe Kurs für den Führerschein gemacht und alles war noch sehr präsent in meinem Kopf. Als Erstes sagte ich einigen Umstehenden sie sollen doch bitte dem Busfahrer sagen was passiert war. Ich ging davon aus, dass er besser wusste wo wir genau waren und so die Rettungskräfte besser einweisen konnte. Einem Bekannten von mir befahl ich förmlich, er solle dafür sorgen, dass das Mädchen etwas Platz kriegt. Dann prüfte ich Puls und Atmung, beides kam mir sehr schnell vor, doch wusste ich auch nicht ganz was zu tun war. Die Umgefallene begann immer mehr zu röcheln und so positionierte ich sie mit Hilfe meines Bekannten in der stabilen Seitenlage. Mich wunderte, dass der Bus noch immer fuhr und brülte durch den Bus, dass der Fahrer endlich anhalten und den Rettungsdienst verständigen solle. Der Bus hielt dann endlich am Straßenrand und alle sollten aussteigen, aber nicht bevor mir ein Handy gereicht wurde an dessen anderem Ende eine Dame der Rettungsleitstelle war, die mich nach Informationen zu dem Mädchen befragte, also Zustand etc. Sie gab mir auch Tipps was ich zu tun hatte und blieb auf mein Bitten in der Leitung bis der RTW und Notarzt anwesend waren.

Kurze Zeit später traf auch die Polizei und ein Ersatzbus ein, der die anderen Schüler weiter fuhr. Die Polizisten nahmen meine Daten sowie die des Busfahrers auf, das hatte aber wohl rein Versicherungstechnische Gründe. Bevor die Sanitäter mit dem RTW wegfuhren fragte ich ob sie mir sagen würden in welches KH das Mädchen kommt, da ich mich später erkundigen wollte ob es ihr wieder besser ging. Mit diesen Informationen im Gepäck brachten mich die Polizisten noch zur Schule. Später erhielt ich noch einen Anruf der Eltern des Mädchens die mir Dankten und mich zum Essen einluden.

 

Hilfe bekommen…

Ich habe/hatte einige Probleme mit meinem Kreislauf, bedingt dadurch, dass ich sehr starkes Untergewicht habe. Bisher war es immer nur bei Schwindel geblieben, doch sollte sich das auch dann ändern.

Ich saß gerade in der ersten Bahn auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und fühlte mich einfach nur schlapp und müde. Es war ein stressiger Tag gewesen und so hielt es für die übliche Mattheit nach so einem Tag. Da es Stoßzeit war und der Zug von Essen nach Hagen über Bochum und Wattenscheid fuhr, war er rappel voll. Zum Glück hatte ich einen Sitzplatz dachte ich und las mein Buch weiter.

In Hagen angekommen stand ich auf um auszusteigen. Den leichten Schwindel schob ich darauf, dass ich gerade gelesen hatte und etwas „zu schnell“ aufgestanden war. Gerade als ich Aussteigen wollte, wurde mir schwarz vor Augen und ich muss wohl gefallen sein, denn als ich wieder bei Bewusstsein war lag ich auf dem Bahnsteig und ein netter Herr war über mich gebeugt. Der Mann fühlte gerade meinen Puls etc. und gab die Daten an einen Zweiten weiter der diese per Telefon der Rettungsleitstelle mitteilte. Als ich mich aufsetzten wollte passierte das Gleiche wie beim Aussteigen und mir wurde schwarz vor Augen.

Mein Bewusstsein erlangte ich erst wieder als die Sanitäter da waren und mich auf eine Trage zum RTW brachten. Wie ich später erfuhr hatten die beiden Männer Leute zum Einweisen los geschickt und auch das Bahnpersonal informiert, dass beim Einweisen noch geholfen hat. Auch hat der Mann der über mich gebeugt gewesen war, mich vor einem Sturz ins Gleisbett bewahrt, da ich scheinbar noch Ausgestiegen und zum Anfang des Zuges gelaufen war, wo meine Beine dann wohl nachgaben und ich in Richtung Gleis fiel. Nur dem Herrn, der blitzschnell meine Schulter gepackt hatte, habe ich zu verdanken nicht weiter Verletzungen davon getragen zu haben.

 

 

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2 Kommentare leave one →
  1. seelenteil permalink
    28. Mai 2013 14:56

    das sind beides sehr schöne geschichten. nur das weiterfahren des busses hat mich jetzt bedrückt. man nimmt es nicht so ernst wenn ein junges mädchen umfällt. dabei kann es auch mal was anderes sein als nur kreislauf.

    • Ennosuke permalink
      28. Mai 2013 15:47

      Hallo seelenteil,

      das mit dem Weiterfahren hat mich auch extrem gestört und auch noch heute rege ich mich darüber auf, allerdings muss man dann auch sehen, dass wir auf einer Straße mit Graben links und Rechts fuhren und es mitten im Pendlerverkehr war, es gab für den Fahrer keine Möglichkeit irgendwo sicher stehen zu bleiben. Am Ende stand der Buss in der Einfahrt zu einem Bauernhof und hat diese dann erstmal blockiert.

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