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Wenn der Paul eine Reise macht…

27. Mai 2017

Was ich mich ja schon lange frage: Besuchen Lehrer, Bäcker oder Gärtner in ihrem Urlaub ihre ausländischen Arbeitskollegen und schauen sich dort um!?

Ich glaube ja eher nicht. Aber viele Kollegen aus Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei, die werden im Ausland magisch von Wachen, Kollegen und auch Fahrzeugen angezogen. 🙂

Vor ein paar Tagen hat sich der Paul einen kleinen Traum erfüllt, er war ein paar Tage in Amerika und natürlich hat er sich ein paar Wachen und Fahrzeuge angeschaut und ist mit den Kollegen ins Gespräch gekommen. 🙂

 

New York

Mein erstes Ziel war New York. Ich war 7 Tage dort und die Stadt hat mir sehr gut gefallen. Durch Zufall erfuhr ich auf Twitter, dass während meines Urlaubs die Feuerwehr New York an einem Tag ihre Wachen für die Bevölkerung öffnete. Ich war doch sehr gespannt. Leider wurden meine Erwartungen doch etwas enttäuscht, da sich auf der ersten Wache nicht so wirklich Mühe gegeben wurde. Ein Tisch mit ein paar Malbüchern, Helme für Kinder und die üblichen Kugelschreiber, mehr gab‘s nicht. Auf die Frage, ob es möglich wäre, sich auch mal eine Ambulanz anzuschauen, wurde mürrisch geantwortet, dass diese nur unterwegs seien und es deshalb keine Möglichkeit gebe.

Zum Glück wusste ich, dass ein paar Blocks weiter noch eine kleine Wache ist, und dort versuchte ich mein Glück noch mal. Ich traf auf einen sehr netten Kollegen, der mir den Tipp gab, es mal an den Krankenhäusern zu probieren, dort hätte ich bestimmt mehr Glück, mir eine Ambulanz anzuschauen. Er zeigte mir noch auf Google Maps, wohin ich musste, und schon war ich unterwegs.

Ich hatte wirklich Glück und traf auf wirklich nette Kollegen, die für das Krankenhaus im Rettungsdienst fahren. In Deutschland kennt man so was überhaupt nicht, in der Schweiz ist das weit verbreitet. Ansonsten fährt dort natürlich auch die Feuerwehr und andere private Anbieter.

Die Kollegen fahren ca. 8 bis 10 Einsätze pro 12-Std.-Dienst. Die Kompetenzen sind in etwa mit der Schweiz zu vergleichen. Das heißt, die Paramedics dürfen viele Medikamente selbst geben. Ein Notarztsystem kennt man dort nicht, man hat aber die Möglichkeit, einen Arzt per Telefon zu kontaktieren. Die Ausbildung zum Paramedic dauert 1 Jahr. Der Verdienst ist auf dem Niveau der Schweiz, ein Kollege verdient dort zwischen 6000 und 7000 US Dollar im Monat. Wer denkt, dass die Kollegen sehr häufig mit Gewalttaten zu tun haben und jeder Kollege eine schusssichere Weste trägt – das ist ein weit verbreiteter Irrglaube.

 

 

San Francisco

Meine Lieblingsstadt in den USA. Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte mal dort gewesen sein. Von der pulsierenden Innenstadt bis zur Grünen Oase im Golden Gate Park gibt es dort alles. Ein Minuspunkt ist aber, dass es wirklich viele Obdachlose gibt. Diese sind in keiner Weise aggressiv, aber sie sind wirklich in einer Masse dort, wie ich persönlich es noch nie gesehen habe.

San Francisco hat ca. 1 Million Einwohner und dort ist es wie in New York auch so, dass die Feuerwehr einen Großteil des Rettungsdienstes fährt. Es gibt pro Tag 25 Ambulanzen und in einer 12-Std.-Schicht gibt es auch ca. 8 bis 9 Fahrten. Einen Notarzt oder Rettungshubschrauber wie in Deutschland üblich, gibt es dort ebenso wenig. Auch ein Beatmungsgerät sucht man vergebens, es wird wegen der kurzen Distanzen zum nächsten Krankenhaus einfach nicht benötigt.

 

Es war eine wunderbare Zeit in Amerika und der nächste Urlaub, diesmal in Europa, ist schon in Planung! 🙂

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One Comment leave one →
  1. stuttgarterapothekerin permalink
    28. Mai 2017 10:08

    Also ich schau mir fast immer ausländische Apotheken an…wenn ich denn mal ins Ausland komme.
    War schon lange nicht mehr ausserhalb Europas unterwegs.
    Aber selbst innerhalb Europas ist das interessant.

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