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Viel zu früh…

5. Januar 2018

Seit 6 Tagen ist irgendwie alles anders. Seit 6 Tagen bist du nicht mehr da, einfach so. Noch kurz vor Weihnachten haben wir uns auf der Wache gesehen, eigentlich wollte ich dir noch einen schönen Urlaub wünschen, aber wir waren beide unterwegs. Das letzte was ich von dir bekommen habe, war eine nette WhatsApp.

 

Am 31. ist für uns auf der Wache die Zeit stehen geblieben. Da haben wir erfahren, dass du heute Nacht gestorben bist. Keiner hätte damit gerechnet, dass es dich trifft, denn du warst gesund, warst sportlich, und trotzdem ist es passiert. Es ist einfach nicht in Worte zu fassen, wie nah mir das geht. Klar, unser Start vor 6 Jahren war mehr als holprig und wir haben uns auch schon mal in die Haare bekommen, aber wir haben auch das hinbekommen.

Du hattest noch so viele tolle Pläne für dieses Jahr!

 

Wir werden dich nicht vergessen, du wirst immer mit uns mitfahren im Herzen!

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Lebt euer Leben da draußen, liebt euch und die Menschen, die euch gut tun.

8 Jahre Alltagimrettungsdienst…

29. November 2017

Ja Paul ist nun 8 Jahre alt. Wahnsinn, oder? 2009 im Juni bei WordPress angemeldet und am 29 November den ersten  https://alltagimrettungsdienst.wordpress.com/2009/11/29/hello-world/ online gestellt. Viel hat sich getan in den 8 Jahren, viel Schönes und auch weniger Schönes. Am Anfang habe ich sogar mal 2 Artikel pro Woche raus gehauen, heute 8 Jahre später sind es vielleicht 2 im Monat.

Es gab auch Zeiten, wo es Monate nix zu lesen gab und ja ich hatte nicht nur einmal den Gedanken, den Blog einzustellen.

Davon bin ich heute weit entfernt, denn es gibt neue Ideen, die ihr hier schon lesen konntet. Ich möchte natürlich auch weiter euch von meinen Einsätzen erzählen, aber auch, wie der Rettungsdienst in der Schweiz funktioniert und ich möchte euch auch andere Rettungsdienste vorstellen.

Der erste wird der Rettungsdienst des Wiener Roten Kreuzes sein, den ich mir nächste Woche ansehen werde.

Interessante Reportage Teil 59…

11. November 2017

Habt ihr schon mal was vom „Wünschewagen“ gehört!?

Eine tolle Reportage der ARD über ein ehrenamtliches Projekt, dass vom Arbeiter Samariter Bund in den letzten Jahren immer mehr ausgebaut wird.

Zum anderen möchte euch endlich mal wieder einen neuen Blog vorstellen!

Tietzchen bloggt über ihre Erfahrungen und Eindrücke aus dem Medizinstudium und dem Rettungsdienst.

 

Was trägt ein Rettungsdienstler so mit sich rum…

31. Oktober 2017

 

 

Vielleicht wird sich jetzt der eine oder andere Fragen, wieso schleppt der überhaupt irgendwas mit sich rum, der hat doch alles in seinem Notfallkoffer oder Rucksack!?

 

So ganz unberechtigt ist die Frage nicht, denn vieles ist wirklich in meinem Notfallkoffer, was ich an bzw. bei mir trage.

Seitdem ich Rettungsdienst fahre, hab ich immer mal wieder gemerkt, dass mir einige Sachen meine Arbeit draußen erleichtern, ohne dass ich meinen Notfallkoffer oder Rucksack öffnen muss.

 

  1. Schnittschutzhandschuhe: Gerade bei Verkehrsunfällen mit spitzen Fahrzeugteilen oder Glasscherben, sind die Handschuhe einfach Ideal, da man noch ein Tastgefühl hat, aber trotzdem geschützt ist. Auch trage ich sie, wenn es darum geht schwere Patienten zu tragen, um einfach einen besseren Griffkomfort zu haben.
  2. Funkgerät: Während des Dienstes hat jedes Besatzungsmitglied ein digitales Funkgerät bei sich, um Kontakt mit unserer Leitstelle oder anderen Fahrzeugen zu halten.
  3. Algorythmenbuch: Dort sind alle Algorythmen für unsere tägliche Arbeit zu finden, auch kann ich Medikamente nachschlagen, gerade wenn es um Dosierungen für Kinder geht.
  4. Pupillenlampe: Fast jeder Patient bekommt die Pupillen kontrolliert, deswegen ein sehr nützliches Utensil, was man nicht extra aus dem Notfallkoffer sich holen, oder geben lassen muss.
  5. Stauband: Zum legen eines venösen Zugangs braucht man das Stauband. Hat sich so eingeschlichen, denn ich kann stauen und kann in der Zeit, wo sich die Venen darstellen, den Rest meines Materials mir aus dem Koffer geben lassen.
  6. Taschenlampe: kleine extrem helle Taschenlampe, die sich, gerade beim Suchen von Hausnummern, schon oft als sehr hilfreich erwiesen hat.
  7. Kleiderschere: Von feinster Seide, bis zum dicken Motorradleder kann sie alles schneiden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Ringe zu durchtrennen, oder Autoscheiben „einzuschlagen“.
  8. Papier & Stift: Hier in der Schweiz hat fast jede Rettungsdiensthose ein Zettelfach auf dem rechten Oberschenkel. Ideal um Vitalwerte, Allergien und sonstige wichtige Dinge zu notieren, die man sonst sehr schnell wieder vergisst 🙂
  9. Diensthandy: Bei einem Einsatz bekommen wir eine Alarmsms und könne später darüber den Patient im Spital anmelden.
  10. Der Gürtel: In Deutschland sehr umstritten, hier in der Schweiz tragen sehr viele Kollegen einen. So lässt sich vieles am Körper tragen, wenn es zum Einsatz geht und man kann ihn auf der Wache ablegen, oder im RTW lassen.
  11. Stethoskop: Sei es zum abhören der Lunge, des Bauches oder das Messen des Blutdrucks einfach unverzichtbar.

 

 

Rettungshubschrauber in der Schweiz…

11. Oktober 2017

Ich möchte eine neue Idee von mir vorstellen: Ich werde euch in loser Reihenfolge den Schweizer Rettungsdienst vorstellen, der einige Unterschiede zum deutschen RD bietet.

Vor ein paar Tagen war ich zu Gast auf der Station Gampel der Air Zermatt im Kanton Wallis. Die Air Zermatt betreibt in Gampel und Zermatt 2 Rettungshubschrauber rund um die Uhr. Diese sind mit einem Piloten, einem Notarzt und einen Rettungssanitäter (der auch HEMS und Citrical Care Flight Paramedic ist) besetzt. Zwischen Weihnachten und Ostern gibt es tagsüber einen dritten RTH, der auf der Basis Raron steht und mit einem Piloten, einem Transportsanitäter und einem Rettungssanitäter HF ausrückt.

Im Jahr fliegt die Air Zermatt ca. 1600 Einsätze, die über die Sanitätsleitstelle 144 in Siders koordiniert werden.

Auf der Basis Gampel steht ein Heli der Marke EC 135 T3, diese wird aber im Mai 2018 durch eine Bell Ranger 429 ersetzt.

Beim Blick in die Kabine fällt auf, dass es wenig Ausrüstung im Vergleich zu deutschen Rettungshubschraubern gibt. Grund ist das Gewicht, denn viele Einsätze finden im hochalpinen Gelände statt, im Wallis befinden sich 41 Berge mit über 4000 Metern. Zum anderen wird laut der Besatzung auch zum großen Teil nicht mehr Material benötigt.

Eine weitere Besonderheit bei den Helis ist, dass die Patienten über die seitliche Schiebetür ein- und ausgeladen werden. Dies hat den Hintergrund, da viele Einsätze mit laufenden Rotor geflogen werden und dies einfach sicherer ist. Zum Retten aus unwegsamem Gelände wird die am Hubschrauber befestigte Winde benutzt. Wenn ein Windeneinsatz ansteht, wird meist nur der Notarzt abgesetzt und der RTH landet auf einem Zwischenlandeplatz. Wenn es um schwierige Bergungseinsätze im Gebirge geht, wird noch ein erfahrener Rettungsspezialist mitgenommen.

Tagsüber ist der Hubschrauber innerhalb von fünf Minuten in der Luft, in der Nacht spätestens nach 30 Minuten, da die Besatzung von zu Hause kommt. Im Gegensatz zu Deutschland fliegt jeder Rettungshubschrauber in der Schweiz auch nachts.

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Vielen Dank der Besatzung für die interessante Führung und ihre Zeit. 🙂

 

Interessante Reportage Teil 58…

3. Oktober 2017

Das Team von 37 Grad vom ZDF, hat einen Notfallsanitäter und eine Ärztin begleitet. Ich finde eine sehr interessante Reportage über Menschen im medizinischen Bereich!

Bärgüf… Kampf gegen Krebs…

27. August 2017

Hallo ihr Lieben,

 

ich bin überwältigt von eurer Spendenbereitschaft, ohne diese wäre meine Fahrt nicht möglich gewesen!!

Es kamen bis zum heutigen Tag 1.006 CHF zusammen. Die meisten Spenden kamen über Twitter rein, was mir mal wieder zeigt, dass Soziale Medien auch viel Gutes bewirken können.

Für mich und meine Kollegen ging es heute Morgen um 5 Uhr los. Jeder fuhr dann in seinem Tempo die 14 km Bärgüf. Bei 1.200 Höhenmetern kann sich jeder vorstellen, was das bedeutet.

Ich habe einmal bis oben geschafft und ich bin stolz auf meine Kollegen und mich. Es gab auch ein paar, die sind diese Strecke ein paar Mal mehr hochgefahren. 🙂

Für mich war es ein unvergesslicher Tag!

Noch mal vielen lieben Dank an alle, die mich bei dieser mir wichtigen Sache unterstützt haben.

 

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Liebe Grüße

Euer Paul