Skip to content

Rettungs- ABC

AED:

Automatisierter Externer Defibrillator“ oder auch “Laiendefibrillator“ genannt, ist dafür gedacht, dass Laien im Rahmen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes einem Patienten einen Stromstoß geben, damit das Herz wieder schlägt. Diese Geräte sind so konzipiert, dass sie nur einen Stromstoß auslösen, wenn dies auch notwendig ist. Sie hängen in Flughäfen, großen Bahnhöfen und öffentlichen Gebäuden. First Responder benutzen diese Geräte auch. Neueste Modelle sind mit der Möglichkeit ausgerüstet, ein kleines EKG zu schreiben oder auf manuellen Betrieb umzuschalten, um bei allen Formen des Herz-Kreislauf-Stillstandes dem Herz ein Stromstoß geben zu können.

EKG/Defi:

 

Findet man auf den meisten Rettungswagen. Damit werden die elektrischen Aktivitäten der Herzens gemessen. Dadurch können viele Erkrankungen wie der Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörrungen erkannt werden. Es können alle Formen des Herz-Kreislauf-Stillstandes erkannt und durch Stromstöße behandelt werden, falls dies notwendig ist. Das Herz wird bei einem Stromstoß kurz angehalten und man hofft so, dass es danach wieder normal weiterschlägt. Außerdem können verschiedene Messwerte wie Puls, nicht-invasiver und arterieller Blutdruck, Sauerstoffsättigung im Blut und Kohlendioxid gemessen werden.

First Responder:

Auch „Voraushelfer“ oder „Helfer vor Ort“ genannt, gibt es in vielen Städten/Gemeinden in Deutschland. Sie überbrücken bei lebensbedrohlichen Notfällen, z.B. Herz- Kreislauf- Stillstand oder bewusstlose Personen, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Helfer sind meist in erweiterter Hilfe oder sogar höher qualifiziert bis zum Rettungsassistent ausgebildet. Ihre Ausrüstung orientiert sich größtenteils am Ausbildungsstand und umfasst einen AED und erweitertes Erste-Hilfe-Material. Die überwiegende Teil der First-Responder-Einheiten sind ehrenamtlich und Mitglied einer Feuerwehr, THW, DRK, Wasserwacht, ASB, JUH oder anderer Fachdienste.

Krankentransportwagen:

Auch KTW genannt, ist für den Transport für nicht Notfall-Patienten vorgesehen. Der Rettungssanitäter ist Teamführer auf diesem Fahrzeug und wird meistens durch einen Rettungshelfer unterstützt. Das Fahrzeug ist meistens mit einem AED, Notfallkoffer, Sauerstoff und Vakuummatratze ausgerüstet.

Notkompetenz:

Der Begriff wurde von der Bundesärztekammer 1992 geprägt. In diesem Schreiben wird empfohlen, dass Rettungsassistenten bestimmte invasive Maßnahmen durchführen sollen, wenn andere nicht-invasive Maßnahmen gescheitert sind und ein Notarzt in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung steht. Im Besonderen geht es um einige Medikamente, das Intubieren ohne Narkose, das Legen von venösen Zugängen und das Verabreichen von bestimmten Infusionen. Da dies nur eine Empfehlung ist, kann es passieren, dass in Stadt A all diese Maßnahmen vom zuständigen Arzt für den Rettungsdienst erlaubt sind, im Landkreis B nur der venöse Zugang erlaubt ist und in Stadt C keiner dieser Maßnahmen durch den Ärztlichen Leiter freigegeben sind. Es gibt aber auch Städte/Landkreise, die ihrem Rettungsdienstpersonal sogar noch mehr Medikamente oder Maßnahmen zum Wohle des Patienten frei geben.

Rettungsassistent:

Auch RA genannt, ist die höchstmögliche nicht-ärztliche Ausbildung im deutschen Rettungsdienst. Sie dauert 2 Jahre und befähigt denjenigen, lebensbedrohlich Erkrankte/Verletzte bis zum Eintreffen des Notarztes zu versorgen. Darunter fallen die Gabe bestimmter Medikamente, die Intubation ohne Narkose, die Defibrillation, das Legen von venösen Zugängen und die Gabe von Infusionen.

Rettungssanitäter:

Auch RS genannt, ist eine weitere Ausbildung im Bereich des Rettungsdienstes. Sie dauert 520 Stunden und befähigt den RS, den Rettungsassistenten auf dem Rettungswagen zu unterstützen und auf dem Krankentransportwagen als Teamführer zu arbeiten.

Rettungswagen:

Auch RTW genannt, ist das Fahrzeug für die Notfallrettung in Deutschland. Er ist so ausgestattet, dass man alle notwenigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Vitalfunktionen eines Patienten durchführen kann. Meistens ist das Fahrzeug mit einem EKG/Defi, einem mobilen Beatmungsgerät und einem Notfallkoffer/Rucksack ausgerüstet. Dazu kommen noch Medikamente, Verbandmaterialien und verschiedene Hilfsmittel zum schonenden Transport des Patienten wie Schaufeltrage oder Spineboard, Vakuummatratze und Stifneck. Besetzt ist das Fahrzeug mit einem Rettungsassistenten als Teamführer und einem Rettungssanitäter oder Rettungshelfer als Fahrer.

Schaufeltrage:

Ist meist auf jedem Rettungswagen zu finden und dient zur Rettung aus unwegsamen Gelände bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung. Sie wird meist in Kombination mit der Vakuummatratze benutzt.

Spineboard:

Ist in Deutschland noch nicht so weit verbreitet im Rettungsdienst wie die Schaufeltrage. Sie dient auch der Rettung aus unwegsamen Gelände bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung und ist sogar schwimmtauglich.

Vakuummatratze:

Sie dient zum schonenden Transport von Patienten, die den Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung oder sich das Becken oder Oberschenkel gebrochen haben. Durch die im Innern der Matratze liegenden Schaumstoffkügelchen ist es möglich, durch das Erzeugen von Vakuum, die Matratze an die genaue Körperform des Patienten zu modellieren.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: