Skip to content

Gaffer…

26. Mai 2016

Wir sprachen ja letztens über Gewalt gegenüber Rettungsdienstkollegen. Hermione hat auf ihrem Blog danach dazu aufgerufen, dass ihr auch über eure Erfahrungen schreiben sollt. In ihrem Artikel ging es auch um das Thema Respekt und ich möchte heute noch dazu etwas schreiben.

 

Gaffer…

Was hat das mit Respekt zu tun!? Hat es auch mit meinem letzten Artikel zu tun? Alles kann ich mit Ja beantworten! Gaffer gab es schon im frühen Rom, diese saßen in einer Kampfarena und ergötzen sich, wie die armen Sklaven den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden. Oder auch im Mittelalter, wo angebliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Das waren richtige Familienausflüge. Auch kleine Kinder standen damals in der ersten Reihe.

 

Diese Neugier ist in jedem Menschen von uns drinnen. Wenn irgendwo was passiert ist, kommen wir alle zusammen und staunen. Per se ist das ja auch nichts Schlechtes, wenn man sich den neuen Ozeanriesen anschaut, der da vielleicht gerade in den Hamburger Hafen einläuft. Nachdenklich sollten wir aber langsam werden, wenn unsere Nachbarn nachts um 3 im Bademantel vor dem Haus stehen, weil nebenan das Wohnhaus abbrennt.

Das Leid der anderen, was löst das in uns aus, wenn wir dabei stehen und zuschauen!? Erfreuen wir uns vielleicht sogar daran, á la « besser der als ich»!? Oder lenkt das vom eigenen, vielleicht langweiligen Leben ab, weil wir dann am nächsten Morgen beim Bäcker stolz berichten können, was man da nachts gesehen hat!? Eine wirkliche Antwort kann ich euch darauf nicht geben.

Jetzt könnte man ja auch sagen, eh Paul, wo ist denn jetzt das Problem!? Lass die doch zuschauen, passiert ja nix. Das stimmt leider so nicht.

Die Polizei Hagen hat vor knapp einem Monat dies auf ihrer Facebookseite geschrieben:

https://www.facebook.com/Polizei.NRW.HA/posts/535167986655510:0

Und das ist leider kein Einzelfall mehr. Wie gesagt, Gaffer gab es schon als Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Was aber hier seit geraumer Zeit passiert, ist eine immer aggressivere Haltung von Menschen, die meinen ihr Recht auf „Information“ so durchsetzen zu müssen. Da müssen mehrere Streifenwagen eingesetzt werden, nur weil über 100 Menschen meinen, ihr Drecks Smartphone zücken zu müssen und das verletzte Mädchen zu filmen.

Keine 2 Wochen später, wieder in Hagen, wird sogar ein zufällig in der Nähe befindlicher Polizist mit seinem Diensthund eingesetzt, weil wieder Gaffer meinen, die Kollegen von Feuerwehr und Rettungsdienst bei der Arbeit behindern zu müssen.

http://www.derwesten.de/wp/staedte/hagen/nach-unfall-in-hagen-wird-polizeihund-gegen-gaffer-eingesetzt-id11800555.html

Ich kann mit Worten gar nicht beschreiben wie mich dieses primitive Verhalten von Menschen ankotzt.

Da wird ein Retter angepöbelt, weil er für den filmenden Familienvater für seine Aufnahme im Weg steht. Da müssen extra Kollegen abgestellt werden, um Decken hoch zu halten, weil 50 Menschen ihr Handy gezückt haben.

feuerwehr-gaffer-102-_t-1455550045154_v-16to7

Was stimmt mit euch Arschlöchern da draußen nicht!? Wo und wann ist in eurer Erziehung irgendwas schief gelaufen? Oder fühlt ihr euch als Journalisten, weil ihr für BILD als Leserreporter unterwegs seid?

Filmbeitrag

Respekt ist das, was diesen Menschen fehlt, wenn sie das Leid von Anderen filmen und die Arbeit meiner Kollegen und mir so massiv behindern. Wo geht diese Entwicklung hin!? Vielleicht habt ihr eine Antwort für mich!?

 

Advertisements
23 Kommentare leave one →
  1. 26. Mai 2016 08:29

    Dem kann ich in allen Punkten voll zustimmen! Ich bin hier ganz in der Nähe vomLeverkusener Kreuz, wo es täglich! mehrfach zu Unfällen und somit zu Gaffern kommt. Es kotzt mich an, wenn ich schon im Unfallbereich zum Anhalten gezwungen bin, wenn alle mit gezückten Handys aus den Autos springen und um die Wette die blutfrischen Fotos bei Facebook posten. *würg

  2. 26. Mai 2016 08:33

    Hat dies auf rescue blog rebloggt und kommentierte:
    Auf dem Blog Alltag im Rettungsdienst könnt ihr heute, passend zu meinem heutigen Artikel, etwas über Gaffer lesen.
    Bitte teilt den Artikel fleißig, vielleicht lesen es so mal die Richtigen (und nicht nur die, die ihre niederen Instinkte unter Kontrolle haben).

  3. 26. Mai 2016 08:36

    Also, dass man schaut, wenn es beim Nachbarn brennt, ist doch nur natürlich. Das ist ja ein Ereignis, das man nicht jeden Tag hat. Natürlich macht man das so, dass man die Rettungskräfte und die Feuerwehr nicht behindert. Und wenn der Nachbar eine warme Decke oder sonstwas braucht, ist man doch gerne bereit ihm zu helfen oder einen Kaffee oder sonstwas bereitzustellen.

    Und auch wenn ich auf der Autobahn an einem Unfall vorbei komme, bin ich ehrlich, ich kann mich eines neugierigen Blicks nicht erwehren und habe dabei die Hoffnung, dass alle Beteiligten hoffentlich glimpflich davongekommen sind.

    Aber ich gebe dir vollkommen Recht: Mit dem Smartphone hinrennen und im Weg rumstehen geht gar nicht. So jemanden fehlt wirklich mal der korrigierende Nackenschlag.

    • 26. Mai 2016 15:57

      Klar schauen wir alle, ich schaue auch kurz, wenn es irgendwo brennt, oder auf der Autobahn geknallt hat. Meistens dann eher, ob ich noch helfen kann, oder jemand schon da ist.

  4. 26. Mai 2016 10:49

    Richtig befriedigende Erklärungen wird es nicht geben, aber ein paar Ansätze vielleicht schon.
    Zum einen ist da dieses unsagbar bigotte Boulevardblatt, das seit vielen Jahren“Leserreporter“ für eben solche Aktionen belohnt, und natürlich will auch Otto Müller mal in der BLÖD zu lesen sein.
    Dann sind da die sozialen Medien, wo es für „Sensationen“ eben auch Belohnungen in Form von likes gibt. Da will man nicht hinter den professionellen „Qualitätsjournaillen“ zurück stehen und selbst zu den ganz Schnellen gehören.
    Vorschläge hätte ich schon, die meisten allerdings ohne große Aussicht auf Verwirklichung.
    Die eigentlich notwendige konsequente Verfolgung solcher Behinderungen der Arbeit der Rettungsdienste scheitert daran dass sie Kräfte bindet, die in dem Moment dringend anderweitig gebraucht werden.
    Eine 180° Wende der BILD mit dem Eingeständnis, dass die Leserreportergeschichte eine saublöde Idee war und die Leser das bitte zukünftig unterlassen sollen, dürfte vollkommen unrealistisch sein.
    Mehr Zurückhaltung der Qualitätsjournaille bei der Berichterstattung, keine Bilder und Spekulationen von der ersten Sekunde an , sondern überlegte Berichterstattung, nachdem es vorläufige Klarheit über das Geschehen gibt, wird man in Zeiten des Kampfes um Klicks und likes auch nicht erwarten können.
    Also wird sich bei DEN Vorbildern und dem Vertauenkönnen auf Straffreiheit nichts ändern.

    • 26. Mai 2016 15:56

      Ich glaube, dass es eher ein Gesellschaftliches Problem ist, ein Teil daran Schuld haben bestimmt auch die Medien. Nicht nur die Blöd ermutigt ihre Leser, Bilder und Videos einzuschicken.

      • 26. Mai 2016 16:21

        Die sozialen Medien sind Teil des gesellschaftlichen Umfelds und an vielen positiven aber gefühlt mehr negativen Entwiclungen beteiligt, ich will nicht sagen schuld.
        Aber da laufen gruppendynamische selbstverstärkende Prozesse ab, die aus meiner Sicht das Potential haben auch mal komplett aus dem Ruder zu laufen, z.B. was die sich aufschaukelnden Kommentarthreads auf rechten Hetzseiten oder auch z.B. bei esoterischer Pseudomedizin und vielen anderen Gebieten angeht.
        Durch die enorme Geschwindigtkeit der Verbeitung, die sehr einfache Möglichkeit sich gegenseitig zu verstärken schauklen sich manche Trends sehr schnell auf, das war vor dem Web 2.0 nicht so einfach, auch wenn ich schon als Bundeswhersani in den 70ern durchaus Gaffer erlebt habe.
        Ich sag jetzt mal bewusst überspitzt „dumme Menschen“ haben heut viel leichter die Möglichkeit wahrgenommen zu werden. Und leider werden sie durch diese Wahrnehmung oft genug bestätigt in der Ansicht völlig im Recht zu sein, z.B. das „Recht“ auf gaffen bzw. ihre Fotos und Videos zu haben.
        „Gesellschaftliche“ Probleme haben heutzutage leider eine ungute endenz sich schnell auszubreiten und zu etablieren, weil sie dazu bessere Möglichkeiten finden als früher.

      • 26. Mai 2016 16:35

        Ja FB oder Twitter tragen dazu schon bei, wobei das gabs ja in klein auch schon im Mittelalter, wenn der „Dorfschreier“ die News auf dem Marktplatz verkündet hat.

      • 26. Mai 2016 17:04

        Das ist richtig, aber eben kaum vergleichbar. Damals wurden auf diese Weise „offizielle“ Nachrichten verbreitet und nicht irgenwelche „Meinungen“ von Unbekannten.

        Ich will das mal mit der Situation in den 70ern vergleichen, als ich studiert habe.

        Wenn man da ein politisches Statement unter die Leute bringen wollte, also als Normalstudent, nicht als etablierter Politiker mit Zugang zu Zeitung und Fernsehen, hat man vielleicht mit ein paar Kumpels ein Flugblatt gemacht, das reiclich verfielfältigt und an der Mensa verteilt. Davon wurden vielleicht zwischen 1 und 10% gelesen, vielleicht unter ein paar Leuten diskutiert und ganz wenige Gedanken fanden dann auch mal den Weg in die etwas breitere Diskussion, weitere Flugblätter, vielleicht eine Diskussionsveranstaltung, Infostände etc. folgten und so weiter.

        Das alles dauerte im kürzesten Fall Wochen, aber normalerweise eher Monate oder noch länger.

        Heut reicht im Zweifel ein Tweet oder ein Facebookpost und Du hast innerhalb von Minuten etliche Hundert Likes, Retweets oder geteilte Posts auf Fb. Viele derer, die das teilen, haben vom Thema eigentlich kaum Ahnung und haben sich nie genauer damit beschäftigt sondern „nur so irgendwie das Gefühl“, es könnte ungefähr ihre eigene Einstellung treffen. Mit etwas Glück, hast Du innerhalb von einigen Stunden bis Tagen eine 5 bis 7 stellige Anzahl von Leuten erreicht. Und selbst, wenn sich das dann, wie bei vielen Fake-Meldungen aus dem rechten Milieu als erfundener Blödsinn herausstellt, und selbst, wenn Du es sogar bereuen solltest, das in die Welt gesetzt zu haben, kannst Du es nicht mehr bremsen. Diese Möglichkeit haben allenfalls Prominente bis zu einem gewissen Grad.

        Und außerdem: Wenn ich ein Flugblatt entwerfe, was Arbeit macht, denke ich ggf. etwas länger und intensiver über den Text nach als bei einem schnell rausgehauenem Tweet oder einem halb gelesenen und mal eben geteilten Fb-Post.

        Natürlich ist das Ganze mittlerweile durch die Möglichkeiten, die das Web 2.0, oder bei welcher Version wir auch immer angekommen sind, irgendwie auch „demokratischer“ geworden, weil praktisch jeder die Möglichkeit hat sich schnell und unmittelbar zu Wort zu melden. Aber es ist eben auch erheblich leichter geworden Blödsinn und auch gefährlichen Blödsinn in die Welt zu setzen. Allein das Lesen eines Stück Papiers hat uns früher zunächst mal gebremst und von einer allzu spontanen Reaktion abgehalten.

        Das heißt nicht, dass früher alles besser war, ich sehe aber in den heutigen Möglichkeiten durchaus auch konkrete Gefahren, auch und besonders für eine freie Gesellschaft.

      • 26. Mai 2016 17:17

        Dem kann ich fast zustimmen. Es kommt aber immer noch auf den Nutzer drauf an, der hinter dem Bildschirm sitzt. Und das Plakat „malen“ hält dich ja auch nicht davon ab, irgendwelchen Blödsinn in die Welt zu setzen. Ich glaube eher, dass das Web 2.0 eher eine Bereicherung insgesamt für die Menschen ist.

  5. 26. Mai 2016 11:16

    Hat dies auf Kall's Einwürfe rebloggt und kommentierte:
    Auf die Gefahr hin, dass manche es zweimal lesen müssen, reblogge ich das mal zusammen mit meinem dortigen Kommentar, den ich als Einleitung zu dem Reblog ganz brauchbar finde.

    Richtig befriedigende Erklärungen wird es nicht geben, aber ein paar Ansätze vielleicht schon.
    Zum einen ist da dieses unsagbar bigotte Boulevardblatt, das seit vielen Jahren“Leserreporter“ für eben solche Aktionen belohnt, und natürlich will auch Otto Müller mal in der BLÖD zu lesen sein.
    Dann sind da die sozialen Medien, wo es für „Sensationen“ eben auch Belohnungen in Form von likes gibt. Da will man nicht hinter den professionellen „Qualitätsjournaillen“ zurück stehen und selbst zu den ganz Schnellen gehören.
    Vorschläge hätte ich schon, die meisten allerdings ohne große Aussicht auf Verwirklichung.
    Die eigentlich notwendige konsequente Verfolgung solcher Behinderungen der Arbeit der Rettungsdienste scheitert daran dass sie Kräfte bindet, die in dem Moment dringend anderweitig gebraucht werden.
    Eine 180° Wende der BILD mit dem Eingeständnis, dass die Leserreportergeschichte eine saublöde Idee war und die Leser das bitte zukünftig unterlassen sollen, dürfte vollkommen unrealistisch sein.
    Mehr Zurückhaltung der Qualitätsjournaille bei der Berichterstattung, keine Bilder und Spekulationen von der ersten Sekunde an , sondern überlegte Berichterstattung, nachdem es vorläufige Klarheit über das Geschehen gibt, wird man in Zeiten des Kampfes um Klicks und likes auch nicht erwarten können.
    Also wird sich bei DEN Vorbildern und dem Vertauenkönnen auf Straffreiheit nichts ändern.

  6. 26. Mai 2016 16:06

    Hat dies auf connysblog rebloggt.

  7. Schrokim permalink
    26. Mai 2016 16:39

    Auch ich denke, dass diese „Neugier“ irgendwie tief im Mensch verwurzelt ist. Die Grenze zu überschreiten und Rettungskräfte zu behindern um sein Filmchen zu drehen, geht allerdings deutlich drüber.
    Dass ich nicht gaffe liegt wahrscheinlich daran, dass ich selbst fast 2h lang Opfer von Gaffern war. Zudem kommen schlimme Erinnerungen hoch, wenn ich an einer Unfallstelle vorbeifahren muss.
    Wenn ich lesen muss, dass die Polizei Platzverweise an Gaffer erteilt, dann hoffe ich, dass dafür bald empfindliche Strafen ausgeprochen werden.

    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.
    Es ist nicht angenehm, wenn das eigene Leid begafft wird, während die Rettungskräfte um einen kämpfen. Jeder will, dass da die Privatsphäre gewahrt wird, also respektiert man auch die Privatsphäre Anderer.

    • 26. Mai 2016 17:00

      Hallo Schrokim,

      willkommen auf meinem Blog! Der Satz „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg keinem anderen zu“ sollte jedem Menschen ins Gehirn gemeißelt werden.

      Hättest du vielleicht Lust,was dir passiert ist, im Rahmen eines Artikels zu schreiben?

      Gruß

      Paul

  8. Elli permalink
    26. Mai 2016 16:49

    Wir wohnen hier auf dem Land, jeder kennt jeden – oder so ähnlich. Vor einiger Zeit gab es auf einer Bundesstraße mitten durch die Pampa in den frühen Morgensstunden am Wochenende einen schweren Unfall wegen Wildwechsels. Es waren zwei Autos verwickelten, die am Ende echt nicht gut aussahen. In so einem Fall werden ja dann die Rettungskräfte alarmiert und die freiwillige Feuerwehr rückt an. Bis die Feuerwehr vor Ort war dauerte es etwas. In der Zwischenzeit haben „Passanten“ aber bereits Fotos gemacht und bei Facebook online gestellt. Eine Angehörige eines der Unfallfahrers hat das bei Facebook recht direkt gesehen (Wie gesagt, jeder kennt jeden und ist natürlich auch online verbunden) und die Fotos angesehen – sie erkannte das Auto ihres Freunds sofort. Somit erfuhr sie nicht von ihrem Lebensgefährten oder den Rettungskräften/der Polizei (beim Dorfleben eben oft einer der Feuerwehrleute, der die Angehörigen auch kennt) vom schweren Unfall, sondern sah nur die Fotos und geriet vollkommen in Panik, da sie so schnell auch keine Informationen zum Zustand ihres Freundes bekommen konnte. Wie gesagt, das sah echt nicht gut aus, als Laie wusste man nicht, ob ein Fahrer das überleben kann. Das wünsche ich wirklich niemanden! (Auch wenn sich nachher herausstellte, dass die Verletzungen gar nicht so sehr dramatisch waren.)
    Deshalb: Lasst doch bitte die Rettungsexperten ihre Arbeit machen, bietet Hilfe an, wenn noch keine/wenig Hilfe da, aber wartet mit diesem Privatjournalismus, um Panik zu vermeiden…

    • 26. Mai 2016 16:57

      Hallo Elli,

      willkommen auf meinem Blog 🙂 Ja das große Problem der sozialen Medien, insbesondere bei FB. Da wird aus purer Neugier ein Foto gemacht, es online gestellt und schon ist es in der Welt und Angehörige müssen mit den Konsequenzen leben.

  9. 26. Mai 2016 18:50

    Also ich bin niemand der gafft, ich würde sofort hinrennen und helfen wollen und wenn ich nicht helfen kann, würde ich weitergehen.
    Und ich finde das Verhalten furchtbar… ohne Scheiß Leute die nach Aufforderung nicht weggehen sollten paar mit dem Gummiknüppel über den Kopf kriegen, vielleicht können die dann wieder klar denken…

  10. 19. Juni 2016 05:53

    Wird eigentlich die Unfallstelle in Europa nicht weitraeumig abgeriegelt mit diesen Tapes die man zB bei CSI immer sieht? Das wuerde ja die Schaulustigen zumindest raeumlich weit genug entfernen, um die Rettung nicht zu behindern? Klar braucht’s dazu kurzfristig manpower, aber vielleicht hilfts?

    Ich denke auch dass der Reiz zu gucken was passiert ist und wie die Helfer vorgehen irgendwie natuerlich ist. Fuer mich selbst waer interessant zu sehen, wie die Helfer helfen. Falls man selbst mal als Erster / Einziger an einer Unfallstelle bin koennte das hilfreich sein. Wie war das zB nochmal mit der stabilen Seitenlage? Und dann hofft man natuerlich, dass die Verletzungen nicht so schlimm sind.

    Aber klar, filmen und dabei die Einsatzkraefte behindern geht gar nicht.

    • 19. Juni 2016 05:57

      Hi

      So großräumig absperren funktioniert leider meistens nicht,da nicht genügend Personal vorhanden ist. Diese Absperrung muss ja dann auch kontrolliert werden.

      Um anderen zu helfen,muss man nicht gaffen,sondern besucht mal wieder einen Erste Hilfe Kurs 🙂

      • 20. Juni 2016 08:32

        Den erste Hilfe Kurs hab ich tatsächlich grad letztes Jahr erneut aufgefrischt, und klar, das ist besser als nichts, aber fühle ich mich auf den Ernstfall gut vorbereitet? Ganz und gar nicht.

        Was sie in den Kurs aber gemacht haben ist Videos gezeigt von echten Einsätzen. Klar, das war nicht immer schön anzusehen, aber das sind die Sachen an die ich mich am Besten erinnere.

        Man lernt durch’s zuschauen und durch’s selber machen. Selber machen wünscht man sich in dem Fall natürlich nicht, und im Kurs kann man es nur sehr bedingt realistisch üben.

        Nicht dass ich deshalb nun zu jeder Unfallstelle renne um zuzugucken. Aber ich kann verstehen dass Leute das interessant finden, und nicht unbedingt nur aus „niederen Motiven“ oder um’s mal schnell bei facebook hochzuladen.

      • 20. Juni 2016 17:17

        @J

        Hm, die Leute, die aus „Lerninteresse“ schauen, dürften sich so im Promille Bereich bewegen 🙂 Und wenn du siehst, wie intubiert wird, hilft dir das für deinen Lernprozess auch nicht.

Trackbacks

  1. Fronleichnam | Sweetkoffie's Blog
  2. Sie haben keine Sonderrechte! | rescue blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: